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2017/12/15 - 14:47

   
   
   

  1921 1921 tritt durch die Kaiserverfassung die neue Schulreform „Die Grundschule“ in Kraft. Von nun an finden auch regelmäßig Schuluntersuchungen statt. Der Handarbeitsunterricht für die oberen Klassen wird in den Nebenräumen der Turnhalle aufgenommen. Der Schulgarten als naturkundlicher Unterricht wird in Form des Arbeitsunterrichtes verwandelt.
 
  1927 Die Toiletten bekommen Wasserspülung. Ein Jahr später bekam die Schule ein wertvolles Klavier und einen Schellenbaum geschenkt. Nun wurde ein kleines Orchester gebildet, und der Musikunterricht konnte auch durch den neu eingerichteten Musikraum ausgebaut werden. Seitdem fanden regelmäßige Musikabende für die Eltern statt. Der Knabenchor umrahmte viele Veranstaltungen, auch außerhalb der Schule.
 
  1928 Anlässlich der Feierlichkeiten zum 900-jährigen Stadtjubiläum wurde der Festumzug vom neu gebildeten Trommlerchor der Georgenschule ausgestaltet. Leiter dieses Chores war Herr Hauer, der damalige Hausmeister der Georgenschule. Beeindruckend waren auch die umfangreichen Lehrwanderungen und Fahrten zur Unterstützung des Unterrichtes seit Bestehen dieser Schule. Seit Anbeginn arbeitete man an einer Schule, in der nicht der Rohrstock, sondern die Liebe zum Kinde vorherrschte.
 
  1939 Anbau der Toiletten und eines Werkraumes.
 
  1949 Dieses Jahr führte erstmals auch Mädchen in die ehrwürdigen Schulräume, denn von nun an lernten Mädchen und Jungen gemeinsam in einer Einheitsschule. Die Lern- und Lehrbedingungen waren nicht leicht.

Eine ehemalige Schülerin erzählt: „1949 besuchte ich gemeinsam mit 47 anderen Schülern die 2. Klasse. Wir schrieben mit einem Stift auf Schiefertafeln und bekamen erst später ein Heft und einen Bleistift. Die kleineren Schüler lernten am Vormittag, die größeren am Nachmittag. Im Winter konnten die Schüler der oberen Klassen nur bis zum Dunkelwerden lernen, denn Licht gab es nicht. Täglich bekamen die Kinder ein Brötchen mit 5 g Marmelade in der Schule. Andere Lebensmittel gab es nur auf Bezugsschein. Zum Unterricht gehörte neben dem Lernen auf der Schulbank auch der Einsatz in der Landwirtschaft, um eine Versorgung aller Menschen mit Nahrungsmitteln zu gewährleisten. Wir Kleinen halfen z.B. bei der Kartoffelkäferbekämpfung, die Größeren halfen bei der Kartoffelernte."

Von 1949 an bestanden 2 deutsche Staaten nebeneinander. Die BRD und die nach dem Sozialismus strebende DDR. Im ostdeutschen Raum hatte dies auch Einfluss auf die Schulinhalte. Nach und nach begannen sich hier immer mehr Kinder und Jugendliche zu organisieren, um ihre Freizeit gemeinsam zu gestalten.
 
  1950 Auch an der nunmehr 2. Oberschule wurde die Pionier- und Jugendarbeit aktiviert. Vorrangig verfolgte man das Ziel, die politische Grundeinstellung der führenden Partei in die Reihen der Kinder und Jugendlichen hineinzutragen und zu vertiefen. Daneben gab es eine Vielzahl von Aktivitäten, bei denen die Kinder ihre Freizeit gemeinsam sinnvoll gestalteten. Sie sangen und spielten, lernten und lachten, bastelten, turnten und wanderten in der sicheren Geborgenheit ihrer Gruppe.
 

   
       
 

 

 Georgenschule Naumburg
 Wilhelm-Wagner-Str. 1
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